Zeugnisferien NRW und NDS

Zeugnisferien NRW und NDS: In Niedersachsen haben heute die Zeugnisferien begonnen. Donnerstag der 1.2.2018 und Freitag der 2.2.2018 sind schulfrei, Samstag und Sonntag sowieso. Die Niedersachsen haben somit ein sehr langes Wochenende vor sich, manche nennen es sogar Zeugnisferien. Norderney Zeugnisferien Auf Norderney ist seit gestern ein wenig Schwung zu spüren - bis zum Abend gab es "ordentlich" Anreisen. Hotels und Ferienunterkünfte erleben eine leicht verstärkte Nachfrage. Viele Geschäfte und Restaurants sind allerdings momentan geschlossen. Grund für die vielen "Betriebsferienschilder" in den Schaufenstern auf der Insel sind die zweiwöchigen Inselferien in denen viele Insulaner ihren Jahresurlaub verbringen. Zeugnisferien NRW In NRW gibt es leider keine Ferien kurz nach den Zeugnissen im Winter, Winterferien auch nicht! Das Bundesland ist eine Karnevalshochburg, weshalb rund um das Karnevalswochenende eigentlich nicht von einem geregelten Schulbetrieb ausgegangen werden kann. Die nicht gegebenen Zerugnisferien werden sich sozusagen genommen. Sommerpause Eine Sommerpause wie in den Großstädten gibt es auf Norderney nicht - einzig die Schullehrer können die (wenn auch verkürzten) Ferien geniessen, alle anderen Insulaner haben Hochsaison. Durch den starken touristischen Zuspruch gibt es auf Norderney mittlerweile weder eine richtige Sommer- noch Winterpause und die Gefahr für die längste Sommerpause der Welt ist auch eher gering:) Der Beitrag Zeugnisferien NRW und NDS erschien zuerst auf Norderney Nordsee-Magazin.

Hafen – neue Planungen

Norderney Hafen - Das Hafenempfangsgebäude (ehemaliges Restaurant) wird diese Jahr noch abgerissen. Wie der Bürgermeister berichtete, hat die Stadt Norderney die Ausschreibung des Niedersächsischen Hafenamtes gewonnen. Hafenempfangsgebäude bei Sturmflut ca. 80er Jahre vor der Niveauanhebung des Platzes (roter Platz), im Hintergrund das ehemalige "Frisiagebäude" nun "Kaaba" Wattwelten Norderney Bürgermeister Ulrichs, 14.1.2018: "Nachdem wir den Zuschlag für den vorderen Hafenbereich erhalten haben, werden wir in diesem Jahr das Gebäude „Hafentreff“ abreißen und den Ausbau der ÖPNV-Verkehrsanlagen sowie der überdachten Fahrradständer in Angriff nehmen." Bungalows am Hafenrestaurant, ehemalige Betriebswohnungen des Hafenamtes Das mittlerweile seit einem Jahr leerstehende und stark renovierungsbedürftige Hafendienst- und Empfangsgebäude sowie die zwei Bungalows mit den Mitarbeiterwohnungen des Hafenamtes sowie die Verkehrsflächen drumherum wurden europaweit ausgeschrieben, Lange war es nicht sicher, ob die Frisia Norden AG (Reederei) mitbietet um noch mehr Präsenz im Hafenbereich zu zeigen. Letztlich hat die Kommune den Zuschlag bekommen. Unmittelbar Geld verdienen kann man damit nicht, vielleicht war das der Grund für die Zurückhaltung anderer Hafenanrainer. Die Stadt hat nun die Planungshoheit für diesen sensiblen infrastrukturellen Bereich. Seit Jahren ist die Anbindung der Verkehrsströme unzureichend. Nun hoffen Insulaner, Gäste und Pendler, dass der Bereich endlich sinnvoll überplant und bebaut wird. Anforderungen Mit dem rasant gewachsenen Tourismus sind die Anforderungen stark gestiegen. Der Kurzzeitparkplatz am Hafen wird dauerhaft von Handwerkern genutzt, die auf dem Festland wohnen und auf Norderney arbeiten. Die Handwerker haben schlichtweg keine andere Möglichkeit, Ihre Dienstfahrzeuge in der Nähe des Hafens abzustellen. Ein Pendlerparkplatz wäre eine tolle Option. Abholverkehr, auf Norderney darf man mit dem Auto fahren! Viele Fahrten sind wenig sinnvoll, einige aber schon. Jemanden mit Gepäck oder das eigene Kind nach einem Auswärtsspiel von der Fähre abzuholen gehört zu den eher sinnvollen Fahrten, die man so als Insulaner auf seiner Insel machen kann. Möglichst nah an die Fähre, kurz parken, alles einladen - wäre das Optimum und gehört vor fast allen Flughäfen und Bahnhöfen zu den Standards. Wagenaufstellplatz, seit einigen Jahren gibt es zwei Fähranleger. Benutzt wird fast immer nur der südlichere, da sich vor diesem der Wagenaufstellplatz mit Fahrkartenkontrolle befindet. Falls wegen Reparatur dann doch mal der nördlichere Anleger benutzt wird, werden die Fahrzeuge sehr umständlich über den Molenkopf geleitet, da sie dann die Verkehrsströme der Fußgänger, des ÖPNV und der Fahrradfahrer kreuzen müssen. Logisch wäre eigentlich ein zentraler Wagenaufstellplatz, der jeweils nach Anforderungen die Fahrzeuge verteilt. Fahrradparkplätze am Hafen - ein schlechter erster Eindruck der Insel Die Fahrradparkplätze sind auf Norderney extrem wichtig. Die meisten Pendler und Insulaner benutzen Fahrräder, um zum Hafen hin- und wegzukommen. Die beste Lösung wäre wahrscheinlich ein Fahrradparkhaus wie z.B. am Bahnhof von Oldenburg. Man hört jetzt schon die Stadt aufschreien, dass dies viel zu teuer ist - andererseits sprudeln die Steuereinnahmen bereits seit Jahren und das Fahrrad ist ein tolles Verkehrsmittel, das man fördern sollte! Nach wie vor sind die Fußgänger am Hafen in der Überzahl. Im Sommer möchten tausende Tagesgäste schnellstmöglich an den Strand oder in die attraktive Innenstadt der Insel. Viele benötigen eine ordentliche Beschilderung und Verkehrsführung um die touristischen Highlights zu finden. An- und abreisende Fußgänger haben sehr oft das Problem, dass das Wetter nicht ganz so toll ist. Starker Wind und Regen verhageln oft den letzten oder ersten Eindruck. Eine Überdachung mit seitlichen Windschutz wäre bestimmt nicht schlecht! Geld und Planung Allein diese kleine Aufstellung macht klar, dass der Kauf des abgängigen Hafengebäudes und die sich daraus resultierende Neuordnung des Hafenbereiches eine große Aufgabe mit erheblichen Kosten darstellt. Die Insulaner sind erstmal froh, dass kein privater Investor die Ausschreibung gewonnen hat und hoffen nun, dass es möglichst schnell voran geht, alle möglichen Gesichtspunkte ordentlich gewürdigt werden und es eine zukunftsfähige Planung gibt.       Der Beitrag Hafen – neue Planungen erschien zuerst auf Norderney Nordsee-Magazin.

Norderney 2017 ein Rückblick

Norderney 2017 - ein Rückblick mit Blick hinter die Kulissen - Das Jahr 2017 war von Norderney aus betrachtet recht durchwachsen. Wirtschaftlich war es die beste Saison überhaupt, es gab absolute Spitzenzahlen - so viel Übernachtungen wie noch nie wurden registriert. Dieser Trend hält nun schon seit Jahren an - die Insulaner machen sich langsam Gedanken um die Grenzen des Wachstums. Das Wetter war hingegen ausbaufähig, es war ganzjährig eher bescheiden - vielleicht bremst dies ja das Wachstum auf ganz natürliche Art :) Hafen / Fähre Norderney 2017 - Für die Insulaner und Gäste am augenscheinlichsten waren die Veränderungen am Hafen. Das neue Hafengebäude setzt Maßstäbe - ein etwas futuristisch anmutendes geschwungenes Terminal mit Wartehalle, architektonisch außergewöhnlich herausfordernd mit langer Bauzeit und Einweihung durch den Ministerpräsidenten Niedersachsens Stephan Weil persönlich. Das neue Ticketsystem der Frisia wurde kurz vor der Saison eingeführt, die Kinderkrankheiten wurden und werden im laufenden Betrieb nach und nach behoben / geheilt. Dies führte zu viel Kritik, aber letztlich kann man so eine Umstellung wahrscheinlich nicht groß anders bewerkstelligen und hinterher ist man ja auch immer schlauer. Die Kurverwaltung war von dem nicht abgesprochenen plötzlichen Systemwechsel nicht sehr begeistert (und dies ist nett formuliert!). Der Innovationsschub, den die Frisia zur Zeit durchmacht stimmt positiv und ist auch auf den Fähren zu spüren - freies W-Lan und Zeitschriften für alle durch die App "share Magazines" während der Überfahrt! Wahrzeichen Kap / Bernhard Guben Norderney 2017 - Das Norderney Wahrzeichen ist abgerissen worden, ein gewohnter Anblick fehlte plötzlich. Glücklicherweise hat der Wiederaufbau nicht lange gedauert und konnte noch 2017 vollendet werden. 2017 wurde eine Entscheidung getroffen, die dazu führt, dass im kommenden Jahr der Anblick des großen Seenotkreuzers "Bernhard Gruben" fehlen wird. Norderney bekommt einen Seenotkreuzer der neuen 20 Meter Klasse, eine Nummer kleiner als gewohnt. Gastronomie Norderney 2017 - in der Gastroszene auf der Insel war wie üblich viel Bewegung drin. Veränderung ist hier eine Konstante - Ein Traditionslokal hat 2017 nicht mehr aufgemacht, für viele Insulaner ist damit eine Ära beendet - Silvano vom Vecchia Roma ist in den Ruhestand gegangen. Er war seit den 70er Jahren eine Institution, die Karte und Speisen blieben über die Jahre nahezu unverändert. Das Schimanski am Lütje Damenpfad hat nach wesentlich kürzerer Zeit zugemacht - vielleicht beschreiben diese beiden Lokale das neue und das alte Norderney ganz gut. Craft Bier gibt es auf der Insel schon länger, zunächst nur in der Kneipe am Damenpfad, dann am Weststrand und nun auch direkt im Brauhaus im Gewerbegelände. Täglich am Nachmittag, eine gute Idee, die angenommen wird. Der Brauereichef fährt seit neuestem Tesla - der erste auf der Insel :) - scheint nicht so schlecht zu laufen :) Das Café Cornelius am Nordstrand wird nun italienisch! Nach einer langen Ausschreibung und dem Absprung der Ausschreibungsgewinner ist nun ein 10jähriger Pachtvertrag mit einer Bietergemeinschaft  die aus 3 italienischen Gastronomen besteht abgeschlossen worden. Das Lokal soll umgebaut werden, die offene Küche wird in Zukunft nicht mehr einsehbar sein. Pizza, Pasta und Eiscreme am Strand, wieso nicht! Die Meierei hat es im letzten Jahr nicht geschafft zu öffnen - auch hier haben sich mehrere Gastronomen zusammengeschlossen um das sehr ambitionierte Projekt zu stemmen. Die Renovierung ist mittlerweile zu einer Luxussanierung geworden. Die Schuld wird der Bauaufsicht, dem Denkmalpfleger des Landkreises gegeben. Ein privater Investor wäre wahrscheinlich schon längst abgesprungen. Nun ist die einhellige Meinung dass es super wird, wenn es denn erstmal fertig ist (2018 aber ganz bestimmt!). Auch im Osten hat sich der Smuggler in der Nordhelmstraße zur Ruhe gesetzt, der Juniorsmuggler macht aber auf bewährte Weise weiter. Die Oase als östlichste Strandgastronomie kämpft immer noch mit der Baubehörde des Landkreises um eine Baugenehmigung, auch 2018 wird es dort wohl keine große Veränderung geben. Hotellerie / Übernachtung Norderney 2017 - Qualität statt Quantität ist die Devise auf der Insel. Viele Hotels haben sich auch im letzten Jahr klassifizieren lassen. Das Strandhotel Georgshöhe ist mit 4 Sternen Plus weiterhin das erste Haus am Platze. Das wird wohl auch so noch einige Zeit bleiben, da die Realisierung  des 5 Sterne Hotel abermals "geplatzt" ist. Insulaner, Verwaltung und Politik sind nun etwas ratlos. Im Bereich der Ferienhäuser und Ferienwohnungen zeichnet sich ebenfalls der Trend zu Qualität und Transparenz des Angebotes ab, einer der größten Anbieter auf der Insel klassifiziert analog zur DEHOGA und DTV Bewertung alle seine Ferienunterkünfte (Norderney Zimmerservice). Insgesamt ist auf der Insel der Ballermann / Kegelclubchrakter, der früher in den nachfrageschwachen Zeiten (Frühjahr/Herbst) zu spüren war nicht mehr vorhanden. Die Insel ist zu einem ganzjährigen Ziel geworden - ganzjähriger Qualitätstourismus, der überall spürbar ist. Politik Norderney 2017 - Die Kommunalwahl ist nun auch schon etwas her, die neue Parteikonstellation im Rat genießt nicht länger Welpenschutz. Insgesamt scheint der Rat etwas "aufmüpfiger" geworden zu sein. Der Kampf gegen die "Verwaltung" ist noch nicht entschieden :) . Ein großes Bauprojekt ("Namuth"-Grundstück) für Insulaner (keine Ferienvermietung, nur für Bewohner mit 1. Wohnsitz auf Norderney) spaltete 2017  die Insel. Die Anwohner haben mobil gemacht und Unterschriften gesammelt. Argumente  gibt es - wie gegen fast jedes Bauvorhaben - natürlich auch. Die Befürworter  hingegen würden sich über eine schöne Wohnmöglichkeit für sich selbst oder andere auf der Insel freuen. Einen kleinen Skandal hat es zum Jahresende aber dann doch noch gegeben. Der Wohnsitz des Leiters der insularen Baubehörde (Haus am See -> das alleinstehende Haus links hinter der Meierei) wurde renoviert. Der Bauamtsleiter ist Mieter der recht attraktiven Immobilie. Vermieter ist eine städtische Gesellschaft. Ein genervter Insulaner hat im Dezember Anzeige gegen besagten Beamten und den Bürgermeister gestellt. Der Vorwurf lautet Vorteilsnahme, da seiner Meinung nach die Kosten für die Renovierung nicht ordentlich umgelegt wurden. Bemerkenswert für viele ist, das seit diesem Zeitpunkt die im Haus befindliche Ferienwohnung nicht mehr online angeboten wird. Ausblick 2018 Es gibt Sätze die man wirklich nicht mehr hören kann, einer davon lautet: "Hätte ich das vor 5 Jahren gewusst hätte ich natürlich auch was gekauft." Tja typisch Fahradkette..... Die Buchungen für das Jahr laufen auf Hochtouren, wahrscheinlich wird es wieder ein Rekordjahr. Die Frisia macht sich fit für einen besseren Service und kann mit den vorhandenen Kapazitäten noch mehr Gäste auf die Insel befördern. Falls das Wetter mal mitspielt wird es im Sommer auch mehr Tagesgäste geben, Gastronomie, Einzelhandel und Fahrradverleiher wird dies freuen. Fotos: Frisia Norden AG, Joachim Trettin, eigenes Archiv Der Beitrag Norderney 2017 ein Rückblick erschien zuerst auf Norderney Nordsee-Magazin.

 
20.02.»